OntoComputing UG

Wie Wissen Wirklich Wirkt

Die Forschung zu Methoden und Technologien im Umgang mit Wissen wurde am 1.10.2012 an die Konrad Zuse Akademie Hoyerswerda verlegt. Dort übernimmt das Institut für Wissenstechnologie nun diese Aufgaben.

Das spannende Thema, wie Wissen mit geringerem Aufwand und höherem Nutzen behandelt werden kann, biete zahlreiche innovative Anwendungsideen. Diese werden getestet und ausgewertet.

Wieso Wissen Technologie braucht

In den Grundlagen der Wissenstechnologie wird beschrieben, wie und wieso eine konsensorientierte Projektplanung und -führung erfolgversprechend ist. Sei beginnt mit Bedingungslisten. Daraus werden das Projekt und seine Dokumentation konstruiert.

Etwa zweitausend Jahre lang, von klassischen Altertum bis zu Beginn der Neuzeit, waren die dialektischen Methoden Standard bei der Durchführung jedes Projekts. Jeder, der einmal in Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft an führender Stelle in Projekten mitarbeiten wollte, mußte ein Hochschulstudium darin absolviert haben – daher der Name Scholasitische Dialektik. Das zu lernen dauerte immerhin 2 Jahre

Aber wieso verdrängte dann das moderne, kompromißorientierte Vorgehen die klassische, konsensorientierte und deshalb viel effektivere Dialektik so gründlich, daß sie fast in Vergessenheit geriet und wir sie heute mühsam wiederbeleben müssen?
Zwei Gründe konnten bereits herausgearbeitet werden:
Für die komplexen heutigen Projekte reichen Bedingungslisten von vielleicht zehn Bedingungen nicht mehr. So entwickeln Philosophen hieute noch Bedingungslisten in Seminaren an Flipcharts. Es werden schnell viele Hunderte Bedingungen aus unterschiedlichen Fachgebieten. Und die Recherchen nach ihrer Erfüllbarkeit beschränken sich nicht auf die hundert bis tausend Bände einer Klosterbibliothek sondern Hunderttausende bis Millionen Dokumente in irrgendwelchen Servern irgendwo auf der Welt. Ein händisch nicht mehr zu meisterndes Problem.
Einige Annahmen der klassischen Dialektik sind zweifelhaft und werden um so zweifelhafter, je komplexer und unüberschaubarer die Verhältnisse werden. So hat schon einer der Gründerväter der Dialektik, Sokrates, in der nach ihm benannten Dichotomie festgestellt, daß es dem Menschen grundsätzlich unmöglich ist, die Realität und die Wahrheit zu erkennen – er muß mit Wirklichkeiten und Gewißheiten vorlieb nehmen. Andererseits beruht aber die Weiterverarbeitung der Aussagen und damit die Erkenntnis des benötigten Projektwissens auf der klassischen Logik, die nur zwei Wahrheitswerte, wahr oder falsch, kennt. Sehr erfahrene Dialektiker, zum Beispiel ausgebildete Jesuiten, können sich hierüber ohne größere Unfälle „hinwegmogeln“. Der Normalmensch, auch der wissenschaftlich geschulte scheitert.
„Eigentlich“ sollte beides heute keine Probleme mehr sein. Schon ein kleiner PC hat weit mehr Textspeicherungs- und -verarbeitungskapazität als eine ganze Klosterbibliothek des Mittelalters zusammengenommen. Das Web macht weltweit die Dokumente besser und schneller zugänglich als früher die Suche nach einem Buch in irgendeiner Bibliothek. Und auch das Problem der unpassenden Logik ist gelöst: Pólyas Plausibilitäts-theorie macht das Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten und Plausibilitäten fast so sicher und theoretisch fundiert wie früher die klassische formale Logik.
Diese Rechnungen sind eher etwas für Computer – also wird die richtige Software benötigt. Die OntoComputing UG implementiert mit dem WisARD eine Objektarchitektur, mit der die wissenstheoretischen Strukturen der Dialektik analysiert und verstanden werden können. Der WisARD steht bereit, um spezielle Applikationen zur sicheren und persistenten Projektführung zu  entwickeln. Beteiligen Sie sich an dieser Innovation.

 

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